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„Die Zukunft liegt in der Regionalität“

GEISLER-JosefDas Jahr 2015 ist für die Tiroler Landwirtschaft in vielen Bereichen ein entscheidendes: Seit Ende März dieses Jahres unterliegt die Milchproduktion in der EU keinen mengenmäßigen Beschränkungen mehr. Außerdem wurden die gemeinsame Agrarpolitik der EU und die damit verbundenen Förderschienen bis 2020 neu gefasst.

„Bei der Gemeinsamen Agrarpolitik konnten wir einige Erfolge für die Berglandwirtschaft erzielen", bedankt sich LHStv Josef Geisler bei Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter für die Unterstützung. Wie sich der Fall der Milchquote auswirkt, könne man noch nicht sagen. „Sicher ist aber eines. Die Zukunft der Tiroler Landwirtschaft liegt in der Regionalität", so Agrarreferent Josef Geisler.

Regionale Spezialitäten im Trend

Das zeigt auch der Grüne Bericht zur Lage der Tiroler Land- und Forstwirtschaft: Regionale Produkte und Spezialitäten aus Tirol werden nachgefragt. Im Qualitätsfleischbereich konnten 2014 mit 1.244 Jahrlingen so viele einjährige Rinder wie noch nie vermarktet werden. Beim Hofschwein betrug der Zuwachs knapp 70 Prozent. Und der Umsatz mit Lebensmittel der Marke Bio vom Berg konnte gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent gesteigert werden. Auch im Käsebereich gibt es noch Luft nach oben. Eines der nächsten Projekte der Agrarmarketing Tirol wird die Einrichtung einer professionellen Möglichkeit für Tirols Kleinsennereien sein, Käse zu schneiden und zu verpacken. „Damit wollen wir den Konsumentinnen und Konsumenten entgegenkommen, die verstärkt zu kleineren Verpackungseinheiten greifen", erklärt Geisler.

Steigender Produktionswert

Die Tiroler Land- und Forstwirtschaft hat im Jahr 2013 Waren und Dienstleistungen im Wert von 527 Millionen Euro produziert. Besonders positiv hat sich die Produktionsleistung der Landwirtschaft, die von 361 im Jahr 2012 auf 372 Millionen Euro gestiegen ist, entwickelt. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die positive Preisentwicklung bei Milch. Gestiegen ist auch der durchschnittliche Ertrag der bäuerlichen Betriebe. Dieser lag 2013 bei 70.000 Euro. Das bäuerliche Jahreseinkommen lag bei durchschnittlich 14.400 Euro je Arbeitskraft. Die Zahlen für das Jahr 2014 liegen noch nicht vor. Ersten Prognosen zufolge, dürfte die Einkommensentwicklung stabil sein.

In der Forstwirtschaft war das Jahr 2014 von einem stabilen Holzpreis geprägt – und das obwohl der Schadholzanfall infolge von Schneedruck und Sturmereignissen mit 400.000 Festmetern überdurchschnittlich war. Stolz ist Geisler, dass es in den vergangenen Jahren gelungen ist, die Energieholzbereitstellung aus den heimischen Wäldern nachhaltig zu sichern. Rund ein Viertel des Gesamteinschlags in Tirol wurde in Form von Brennholz und Waldhackgut für die Energiegewinnung bereitgestellt.

Quelle: Land Tirol

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