Pfarre Angath

Die Pfarre ANGATH war ursprünglich eine Filiale von BREITENBACH. Eine Urkunde von 1220 nennt ANGATH als eigene Pfarre. 1315 wurde ANGATH dem Frauenstift FRAUENCHIEMSEE einverleibt.Die jetzige Pfarrkirche wurde 1746/47 erbaut. Der Hochaltar und die Seitenaltäre mit den Figuren stammen aus dieser Zeit. Zu Weihnachten 1876 wurde die Kirche durch einen Brand teilweise zerstört und im Jahre 1877 wieder hergestellt und mit Nazarenerbildern ausgemalt. Kriegsschäden verlangten eine Renovierung, die 1964 begonnen wurde, die Michael Lackner, Kirchenmaler und Vergolder in Kirchberg i. T. durchführte. Das thematische Deckengemälde, sowie die Altarbilder, schuf der bekannte akad. Kunstmaler Wolfram Köberl aus Innsbruck.

DAS DECKENGEMÄLDE

Thema des Deckengemäldes im Langhaus ist das WIRKEN des HL. GEISTES im ALTEN und im NEUEM BUND. Als Hauptmotive sind der BERG SINAI (Gesetz des ALTEN BUNDES) und der FELSEN PETRI (das Liebesgebot des NEUEN BUNDES) einander gegenübergestellt.Im Detail, über der Seitentür beginnend: das Wirken des Hl. Geistes am Schöpfungs-beginn (der Geist Gottes schwebte über den Wassern (Gen 1,1)), Symbol seines Wirkens im AT ist der siebenarmige Leuchter, am Schöpfungsbeginn besteht bereits die Vision der HL. GEIST-KIRCHE von ANGATH. Die Darstellung rechts über der Orgel erinnert daran, dass der Hl. Geist durch die PROPHETEN gesprochen hat. Neben der Gesetzgebung am SINAI sehen wir links ELIAS, dessen von Himmel entflammtes Opfer als Vorbild für das hl. Meßopfer gedeutet wird. Daneben sind JOEL, sowie JESAJA, der durch seine (von einem Engel) mit glühenden Kohlen gereinigte Lippen die GEBURT JESU aus der JUNGFRAU und die 7 GABEN des HL. GEISTES verkündet. Der Psalmist DAVID ist an der Harfe erkennbar, neben ihm ist sein Sohn SALOMON, berühmt durch seine Weisheit. Vorne über dem Triumphbogen wird sichtbar, was das BUCH DER WEISHEIT über den vom Hl. Geist erfüllten Erdkreis aussagt.Auf die Patriarchen folgt rechts: Die HERABKUNFT des Hl. GEISTES bei der Verkündigungszene, sowie bei der Taufe Jesu im Jordan und schließlich auf die Apostel, als ihnen der Auferstandene das Bussakrament anvertraut..+ + +DIE HAUPTSZENE:Auf dem Felsen Petri steht die am Pfingstfest gegründete Kirche. Wie beim Pfingstfest strömt aus der geöffneten Tür die Schar der vom HL. GEIST Entflammten, um durch Verkündigung, Taufe und Firmung den Menschen von heute den Hl. GEIST zu schenken. Der HL. Geist spricht durch die Evangelisten, Apostel und Kirchenlehrer und macht so die Lehre Christi lebendig, er entfacht auch unsere Herzen mit dem Feuer seiner Liebe (Engel über dem hl. Paulus) und erfüllt damit den Erdkreis.

An die GÖTTLICHEN TUGENDEN (GLAUBE; HOFFNUNG UND LIEBE) erinnert die die Welt erfüllende GOTTES- und NÄCHSTENLIEBE (im Triumphbogen die Familie), daneben seitlich als SYMBOLE DES GLAUBENS der vom Hl. Geist erleuchtete Lehrstuhl Petri, sowie als Zeichen der Hoffnung die Arche Noah mit der den Ölzweig bringenden Taube.Die Zwickelbilder stellen die 7 GABEN DES HL: GEISTES dar, eingeleitet durch den Bittruf „HEILGER GEIST, LASS BITTEN DICH...", in dem ein Chronogramm eingearbeitet ist, das die Renovierungsjahrzahl 1964 ergibt.Im Altarraum an den Seitenwänden ist das Thema der GOTTES- und NÄCHSTEN-LIEBE weitergeführt in den zwei Bildern der Hl. FAMILIE (Tempel und Hl. Geist) und des Hl. MARTINbei der Mantelteilung (im Bettler leuchtet das Bild Jesu auf). Das Gewölbe im Altarraum:Der HL. GEIST, der vom VATER und vom SOHNE ausgeht, macht das vom Engel (wie es im 1. Hochgebet heißt) emporgetragene MESSOPFER lebendig. Sein WIRKEN durch die SAKRAMENTE wird im Mittelbild und in den Zwickeln lebendig dargestellt.

DER HOCHALTAR

Das Altarbild stellt das Pfingstereignis dar (der Hl. Geist ist Patron der Kirche.)

Rechts davon ist die Statue des hl. Nikolaus, (Buch und 3 goldenen Kugeln), links davon die des hl. Martin mit Buch und Gans. Über dem Altarbild ist Gottvater in Wolken und Strahlenkranz dargestellt. Rechts daneben ist die Statue des hl. Johannes, des Evangelisten (mit Kelch, Buch und Adler zu Füßen), links die des hl. Johannes, des Täufers, erkennbar an Kreuz und Lamm. Alle Figuren hat Josef Anton Pfaffinger 1747 geschaffen. Die Seitenaltäre: Rechter Seitenaltar: Das Altarbild (W. Köberl) stellt den hl. Josef dar, die Figuren zeigen den hl. Petrus (Schlüssel) und Paulus (Schwert).Linker Seitenaltar: Das Altarbild stellt Maria mit dem Kinde dar. Die Figuren zeigen die hl. Katharina (Rad) und die hl. Barbara (Turm). Aus dem 18. Jhdt. stammen der Taufstein, sowie die Statue „Christus an der Geißelsäule" in der Nische neben der Kanzel. Auch die historisch bedeutsamen Grabplatten, die an den Seitenwänden in der Kirche mit den Erklärungen daneben angebracht sind, laden zur Besichtigung ein. Besonders sehenswert ist neben dem Eingang zum neuen Friedhof die Grabplatte des Simon Embacher aus dem Jahre 1622, die auch daran erinnert, daß der Ortsteil Riedenberg der Pfarre Landl in Thiersee bis zum Jahre 1786 zur Pfarre Angath gehört hat.

Sehenswert ist auch das seinerzeit weitum bekannte Angather Heilige Grab aus dem Jahre 1748, das im Turm der Wallfahrtskirche Mariastein aufgestellt ist.

Auch die Kapellen und Bildstöcke in unserem Pfarrgebiet laden zu Einkehr und Besinnung ein.

 

Aktuelles aus dem Pfarramt:

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Pfarramt Angath

Dorfplatz 6
6321 Angath
Tel.: 0 53 32 / 743 02
E-Mail: pfarre.angath@pfarre.kirchen.net
Homepage: www.pfarre-angath.at

PFARRKANZLEI

Öffnungszeiten der Pfarrkanzlei:

Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 11.30 Uhr
Kontakt: pfarre.angath@pfarre.kirchen.net
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Fax: 0043 5332 74302-4

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