Zusammenfassung der drei Treffen der Arbeitsgruppe "Generationen Wohnen" vom 04.04.2017

Teilnehmer:

Ines Rupp (Koordination)
Monika Ellinger
Reinhold Obermayr (Protokoll)

Verteiler:

Teilnehmer; Christian Gschösser für DIZ Dropbox

Gliederung der Beiträge zum Thema Generationen Wohnen

1. Rahmenbedingungen / Konzept / Allgemeines
2. Bereits bestehende Angebote
3. Bauliche Aspekte / Umgebung
4. Interaktion / Kommunikation
5. Funktionen für Haus der Generationen
6. Finanzierung
7. Altersstatistik und Bevölkerungsentwicklung von Angerberg
8. Wohnformen im Alter

1. Rahmenbedingungen / Konzept / Allgemeines

  • Es geht nicht nur um „Altenbetreuung“ sondern um das Zusammenleben der Generationen
  • Bestehende, gelungene Objekte besichtigen und Erfahrungen einholen
  • Haus der Generationen als „Sozialzentrum“. Lage im Dorfzentrum in der Nähe von Kindergarten und Volksschule wäre optimal.
  • Ältere Dorfbewohner sind viel zu Hause und würden das Dorfzentrum beleben
  • Flexible Nutzung der Flächen: Der Bedarf für Seniorenwohnungen könnte anfänglich niedriger sein, daher anfänglich mehr Wohnungen als Starwohnungen, später Verschiebung zu Seniorenwohnungen.
  • Der Bedarf für Kinderbetreuung wird künftig noch mehr werden, die Betreuungszeiten der Kinderkrippe werden sich auch auf den Nachmittag ausdehnen.
  • Möglichkeiten von Patenschaften, Leihoma, Leihopa werden gefördert
  • Schaffung weiterer Kommunikationsflächen wo sich die Dorfbürger begegnen können
  • Möglichkeiten für 24h Betreuung schaffen (oder Notfall-Anlaufstelle durch andere Hausbewohner)
  • Hausmeisterdienste durch andere Hausbewohner

2. Bereits bestehende Angebote (im Dorfzentrum bzw. für Interaktion der Generationen)

  • Gesundheits- und Sozialsprengel
  • Essen auf Rädern
  • Besuchsdienst für Senioren
  • Angerberger Mobil
  • Seniorentreff
  • Seniorenturnen
  • Seniorentanz
  • Cafe Lebensfreude
  • Volkschule
  • Kindergarten
  • Kinderkrippe
  • Erwachsenenschule
  • Bücherei Juki
  • Vielfältiges Vereinsleben
  • Veranstaltungszentrum Dreiklee
  • Lebensmittelgeschäft
  • Arztpraxis
  • Apotheke
  • Physiotherapie

3. Bauliche Aspekte / Umgebung

  • Start mit ca. 15 Wohnungen
  • Modulare Erweiterbarkeit sollte möglich sein
  • Lage des Objektes ist ein ganz zentraler Erfolgsfaktor. Langfristiges Denken sollte im Vordergrund stehen (lieber mehrere Jahre später umsetzen, dafür richtig!).
  • Sozialzentrum sollte unbedingt im Zentrum sein (weniger als 100 m zu Geschäft, Gemeinde, Sakralraum)
  • Ältere Gemeindebürger und Kinder sollen viel in Kontakt kommen können, ältere Personen brauchen aber auch eine „Rückzugsmöglichkeit“
  • Jede Einheit in sich geschlossen, barrierefrei und vollwertig ausgestattet
  • Keine langen Gänge sondern Kommunikationsflächen
  • Spielplatz der Generationen (Motorikpark) für Alt und Jung (nach Vorbild Münster)
  • Spazierwege unterschiedlicher Länge mit Rastmöglichkeiten
  • Verkehrsberuhigung und viele Begegnungszonen im Dorfzentrum
  • Verkehrsanbindung von der dorfabgewandten Seite, dorfzugewandte Seite nur für Fußgänger und Radfahrer
  • Voraussetzungen zur Haltung von Haustieren schaffen (Hund, Katze, etc.)

4. Interaktion / Kommunikation

  • Ältere Gemeindebürger und Kinder von Kinderkrippe sollen viel in Kontakt kommen können
  • Cafe im Haus der Generationen als Begegnungszone (oder ganz in der Nähe!)
  • Spielplatz der Generationen (Motorikpark) für Alt und Jung (nach Vorbild Münster)
  • Verkehrsberuhigung und Begegnungszonen im Dorfzentrum
  • Gemeinschaftsraum mit Kochmöglichkeit (für Hausbewohner)
  • Gemeinschaftsgarten (evtl. mit Einbindung der Schule)
  • Entengehege (Entendienst zusammen mit Schülern)
  • Essen in der Volksschule für Senioren ermöglichen (?)
  • Mitanand Essen (in Planung)
  • Zusammenarbeit mit Erwachsenenschule bezüglich Bildungsangeboten
  • Schaffung weiterer Unterhaltungsangebote bzw. Erleichterung Zugang für Senioren

5. Funktionen für Haus der Generationen

  • Wohnung für Senioren
  • Startwohnungen für junge Dorfbewohner
  • Verteilung Seniorenwohnungen / Starwohnungen nach Bedarf
  • Wohnungen unterschiedlicher Größe (eine Person, Paare, Jungfamilie, etc)
  • Räumlichkeiten für Gesundheits- und Sozialsprengel
  • Kinderkrippe, Der Bedarf für Kinderbetreuung wird künftig noch mehr werden
  • Praxis für Physiotherapie
  • Arztpraxis für Allgemeinmediziner
  • Apotheke
  • Cafe für Haus- und Dorfbewohner
  • Möglichkeit einer Tagesbetreuung (keine Pflege) sollte geschaffen werden
  • Wohnmöglichkeit für 24h Betreuung (Startwohnung)
  • Grünflächen, Blumenbeete, Garten

6. Finanzierung

  • Finanzierung über Bauträger?
  • Wohnungen als Mietwohnungen
  • Förderung für Sozialen Wohnbau evaluieren.

Altersstatistik und Bevölkerungsentwicklung von Angerberg

  • Die Bevölkerungsentwicklung von 1971 bis 2016 wurde erhoben (Quelle Statistisches Zentralamt) sowie eine Extrapolation bis 2041 durchgeführt (siehe Anhang)
  • Das Bevölkerungswachstum in Angerberg war bis 2010 hauptsächlich im Geburtenüberschuss begründet (+ 8) versus Wanderungsbilanz (- 1)
  • In den letzten 5 Jahren hat sich dies deutlich in Richtung Wanderungsbilanz verschoben (+ 20) versus Geburtenüberschuss (+ 9)
  • Die Altersentwicklung der Bevölkerung ist stärker von Zu- und Abwanderung bestimmt (+ 81 / - 75) als vom Geburtenüberschuss (+ 17 / - 9)
  • Der Bevölkerungszuwachs war in Angerberg zuletzt etwas größer als im Bezirk
  • Der Anteil an der Bevölkerung über 70 hat sich in den letzten 25 Jahren mehr als verdoppelt (von 89 auf 227 Personen) und könnte in den nächsten 25 Jahren nochmals um mehr als 50% (auf 350 Personen) ansteigen
  • Der Anteil der Personen mit Pflegebedarf könnte auf mehr als das doppelte ansteigen (von 39 auf 95)

Wohnformen im Alter

Dieses Thema war Inhalt der Enquete „Miteinander Leben – Vernetzt Wohnen“ im November 2016 in Innsbruck (Zusammenfassung siehe Anhang)

  • Vortrag von Dr. Albrecht Göschel, Berlin: Wohnen im Kontext sozialer Netzwerke
  • Vortrag von Dr. Ursula Kremer-Preiß, Köln: Wohnen im Alter - Miteinander Wohnen – Formen und Projekte
  • Tiroler Wohnprojekte – Innovationen und Trends (Haus im Leben – Hötting; Haus der Generationen – Schwaz; Sozialzentrum Wilten – Innsbruck)
  • Generationengespräche 2016

Weitere Themen / Aspekte

  • Erhebung über potentielle Mieter durchführen
  • Erhebung über derzeitige Altersbetreuung am Angerberg (Altenheime, Sozialsprengel, private Pflege, 24h Betreuung)
  • Abstimmung der Realisierung des „Sozialzentrum“ in Abhängigkeit mit „Gemeindezentrum“ (Ein Neubau des Haus der Generationen/Sozialzentrum Angerberg könnte alle Funktionen, die derzeit im alten Schulhaus untergebracht sind, aufnehmen)
  • Die Entscheidungsfindung für die Lage des Haus der Generationen/Sozialzentrum stellt einen kritischen Erfolgsfaktor für das Projekt dar
  • Minimierung von „Zwischenlösungen“

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Generationen Wohnen" werden von Ines Rupp am 23.05.2017 an den Steuerungsausschuss präsentiert.

Anhang:

06.04.2017 / RO

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